Lang hatten sich
Gerüchte um einen Ausstieg aus dem Fertigungsgeschäft bei AMD gehalten, doch nun bestätigte Chef Dirk Meyer in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin
Fortune die Pläne offiziell. Man wolle noch bis Ende des Jahres die eigenen Fabriken ausgliedern und suche langfristig den Weg eines fabriklosen Chipspezialisten. Konkret bedeutet dies, entweder die Werke komplett zu verkaufen, oder sich die Unterstützung eines großen Halbleiterspezialisten an die Seite zu holen.
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"We’re going to go away from a captive fab model to more of a fables model for the CPU part of the business. Longer-term, it relieves us of the burden of having to shell out cash for these gigantic factories. So it will be more of a pay-as-you-go model like a traditional fables semiconductor company." | |
Im Endeffekt erreicht AMD dadurch wesentliche Einsparungen, die vor allem die Kosten für den Betrieb und den Bau neuer Hallen und Maschinen zum aktuellen Technologiestand betreffen. Während Intel hier ausreichend Kapitalreserven zur Verfügung habe, um diese Aufgabe zu meistern, sei AMD deutlich schwächer aufgestellt und müsse sich auf seine eigenen Stärken in der Entwicklung konzentrieren.
Vergleichbar sei dieser Schritt etwa mit dem Verkauf von eigenen Immobilien, um Kapital freizusetzen und sie dann von Immobilienfirmen zu mieten. Doch obgleich man derzeit noch keine genauen Angaben zum zeitlichen Ablauf machen kann, sei eine möglichst schnelle Transaktion wohl die beste Lösung.
Im gleichen Zeitrahmen will Meyer auch die Lieferfähigkeit von AMD wesentlich verbessern. Das heißt, in Zukunft soll verhindert werden, dass AMD seine erfolgreichen Modellreihen nicht in ausreichenden Stückzahlen verkaufen kann und dadurch buchstäblich zum Opfer seines eigenen Erfolges wird. Durch die Ausgliederung der Fabriken dürfte dieses Ziel immer erreichbarer werden. Einen Anfang hatte man schließlich bereits im Chartered gemacht, die einen Teil der Produktion übernehmen. In Zukunft könnte sich AMD dann je nach Nachfrage entsprechende Fertigungskapazitäten weltweit zusammenkaufen.
[rl]