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 A-Data: Speicherherstellung wird zum Überlebenskampf

Wirtschaft | 12.09.2008, 11:17
Die Speicherpreise sind im Keller und wie A-Data-Chef Simon Chen in einem Interview gegenüber der Digitimes erklärte, scheint der Markt so angespannt zu sein, dass selbst die Drosslung der Produktion sich derzeit kaum auf die Verkaufspreise auswirkt. Vielmehr entwickelt sich der Markt zu einem Schlachtfeld, auf dem es nur noch ums Überleben geht. Bevor sich die Preisentwicklung entspannt, müsse wohl mindestens ein Hersteller nachhaltig aus dem Markt ausscheiden.

Mit dieser Entwicklung bestätigt sich einmal mehr der Schweinezyklus, der besagt, dass die Hersteller in Zeiten großer Nachfrage mit steigenden Preisen stark in neue Fabriken investieren. Mit zunehmender Anzahl von Fabriken wächst jedoch das Angebot und die Preise beginnen ins Bodenlose zu stürzen. Wer beim Ausbau seiner Werke zu langsam war, kann die Ausgaben dann nicht mehr mit den ursprünglich kalkulierten Umsätzen refinanzieren und rutscht unweigerlich in die Verlustzone.

Chen erklärt, dass 2008 wohl bisher das schlimmste Jahr für die DRAM-Industrie gewesen sei. Wichtiger Grund dafür wäre wohl auch die Einführung des Betriebssystems Windows Vista, dessen Auswirkungen auf die Speichernachfrage wohl deutlich überschätzt wurde.

Qimonda versucht dieser Entwicklung Herr zu werden, indem man sich bereits seit längerer Zeit auf die Herstellung des Speichers der nächsten Generation konzentriert. Die angeschlagene Infineon-Tochter leidet deutlich unter den Preisen und hatte auf die Produktion von GDDR4-Speicher verzichtet, um mit GDDR5-Speicher für die nächsten Highend-Grafikkarten wieder vorn dabei sein zu können.
[rl]




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