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 LG erwartet rosige Zukunft mit Umsätzen von insgesamt 20 Milliarden US-Dollar

Wirtschaft | 06.10.2008, 15:12
Der Hersteller LG Electronics gibt, in einer Pressemitteilung, die Erwartungen für das Display-Geschäft bis 2010 bekannt und erläutert die Strategie, um die hohen Ziele am Ende zu erreichen. Durch eine Steigerung der Gesamtumsätze um 30 Prozent, des genannten Bereiches, und eine Verdreifachung der Produktivität, will das Unternehmen, bis zum Jahr 2010, insgesamt 20 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften. Zwar liegt der schlussendliche Gewinn deutlich unter dieser Zahl, jedoch steigt dieser in der Regel mit dem Umsatz. Zudem will LG die Kosten reduzieren, was ebenfalls den Gewinn steigert.

Trotz des immer härter werdenden Display-Marktes sieht sich LG als führendes Unternehmen, mit deutlichem Potential nach oben. In der insgesamt eher schwachen ersten Hälfte des laufenden Jahres konnte der Hersteller, entgegen dem wirtschaftlichen Trend, beachtliche Umsatzsteigerungen aufweisen. Im Vergleich, zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, steigerte man die Verkaufszahlen der LCD-Fernseher um 100 Prozent während bei Plasmabildschirmen immerhin noch ein Wachstum von 45 Prozent zu Buche steht. Relativiert werden diese Zahlen natürlich durch die immer noch anhaltende Ablösung von alten Röhren Geräten, durch die neuen flachen Bildschirme. Dieser Prozess wird auch noch einige Jahre anhalten, woraus schlussendlich auch die überaus positiven Prognosen des Unternehmens ein Stück weit resultieren.

Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen baut man auf das so genannte Vier-Säulen-Konzept. Die erste und wohl entscheidende Säule stellt die Markenpositionierung dar. LG will sich durch umfangreiche Werbeaktionen als Premium-Marke weiter etablieren. Dazu will man bis 2010 500 Millionen US-Dollar investieren und vor allem in den absatzstarken Gebieten die Werbetrommel rühren. Diese sind neben Europa auch China, die GUS sowie der komplette amerikanische Kontinent. Wohl verpackt erläutert LG in der zweiten Säule die Strategie, um den Ertrag zu steigern, also die Kosten zu senken. Ein wesentlicher Teil ist dabei das Outsourcing, also Teile der Produktion an Auftragsfertiger auszugliedern. Zudem will man unter anderem durch ein neues Zellenfertigungssystem die Produktivität innerhalb von zwei Jahren verdreifachen.

Die dritte Säule beinhaltet die Forschung und Entwicklung, um dem Kunden maßgeschneiderte Produkte anbieten zu können. Insgesamt eine Milliarde US-Dollar will man investieren, um das Angebot noch mehr auf die Vorlieben und Bedürfnisse der Kunden zu optimieren. Die vierte und letzte Säule sieht eine Erweiterung des Angebotes vor, so dass neue Märkte erschlossen werden, um neue Einnahmequellen für sich zu gewinnen. Bei der fast schon euphorischen Prognose von LG wäre durchaus interessant, wie zum Beispiel der Branchen-Primus Samsung die Entwicklung in den kommenden zwei Jahren sieht.
[bb]




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