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 Erstmals rückläufige Entwicklung bei Umsatzentwicklung von Halbleitern erwartet

Wirtschaft | 24.11.2008, 10:31
Nachdem sich das Wachstum im Halbleitergeschäft die vergangenen Jahre stets überdurchschnittlich entwickelt hatte, rechnet die Semiconductor Industry Association (SIA) in 2009 erstmals mit einem Umsatzrückgang. Kann der Markt 2008 noch knapp 2,2 Prozent auf einem Umsatz von 261 Milliarden US-Dollar zulegen, soll im kommenden Jahr der Umsatz auf 247 Milliarden US-Dollar um rund 6 Prozent schrumpfen. Erst 2010 sei dann wieder mit Besserungen zu rechnen. Dann sei mit einem Umsatz von 264 Milliarden US-Dollar zu rechnen, der 2011 bis auf 284 Milliarden US-Dollar weiter zulegen könnte.

Herb sind die Aussichten insbesondere für die leidgeprüfte Speicherbranche. Am Markt für DRAM-Chips und Speicher-Module hangeln sich die Hersteller weltweit von einem Tiefstpreis zum anderen, um ihre enormen Produktionskapazitäten auszulasten und die teuer gebauten Fabriken finanzieren zu können.

Zwar betrachtet sich die Hightech-Industrie im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation auf den Weltmärkten noch als relativ resistent, doch dürfte auch hier die allgemeine rückläufige Nachfrage nicht spurlos vorüber gehen. Zwar ist derzeit nicht Branchenweit mit Rekordentlassungen zu rechnen, die derzeit in der Finanzindustrie und dem Automobilsektor Angst und Schrecken verbreiten, doch steht außer Frage, dass es auch hier Opfer geben wird. Während Intel die Prognosen senkt und AMD dafür abgestraft wird, könnte es vor allem das Silicon Saxony in größerem Umfang treffen. Halbleiter-Spezialist Qimonda schreibt seit geraumer Zeit herbe Verluste und Spekulationen um Entlassungen sowie zweifel an der Zukunft des Unternehmen greifen langsam auch auf die lokalen Zulieferer über.
[rl]




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